2004 - Starker WM-Auftritt


Jubel nach dem Sieg - Foto: Pressemappe

"Das ist einfach nur geil", sprudelte es aus Timo Hager nach einem souveränen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft im zweiten Spiel bei der Volleyball-WM der Behinderten heraus. Das Team um Bundestrainer Athanasios Papageorgiou besiegte die Vizeweltmeister aus Polen mit 3:0.Schon beim Aufwärmen haben es die Zuschauer, Betreuer und Trainer sehen können - Das Funkeln in den Augen der deutschen Spieler. Die Motivation in einer proppevollen Mettmanner Halle zu siegen - spürbar. 

Hohes Niveau bei beiden Teams. Und genau so legten die Deutschen auch los. Nach einer schnellen 4:1-Führung in Durchgang eins nahmen die Polen ihre erste taktische Auszeit. Danach entwickelte sich ein spannendes, hochklassiges Match, dass keinen eindeutigen Favoriten ausmachen konnte. Polen konnte Mitte des Satzes auf 8:12 davonziehen, ehe Deutschland, nach einer Anspache von Bundestrainer Papageorgiou den Turbo zündete und den Rückstand in eine komfortable 19:14 und 22:16 Führung ausbauen konnte. Besonders die hervorragende Blockarbeit von Elmar Sommer löste die Anspannung.

"Ich bin überglücklich über die Leistung meiner Mannschaft. Dennoch bleibt, dass Polen auch etwas unter Wert geschlagen wurde", so der Bundestrainer. Den Beweis ihrer Klasse blieben die Polen den Zuschauern jedoch nicht schuldig. Gegen Ende des ersten Satzes kamen sie nocheinmal heran, ehe ein Aufgabefehler von Adam Zawislak den Satzgewinn mit 25:21 für Deutschland besiegelte.Aufgaben waren der Schlüssel zum Erfolg. 

Auch im zweiten Durchgang entwickelte sich eine Begegnung mit teils dramatischen Ballwechseln, in der Timo Hager und seine Kollegen durch besonders starke Aufgaben und enormen Kampfgeist hervortraten. "Es ist schwer jemanden hervorzuheben. Die Mannschaft hat geschlossen stark gespielt. Sicherlich waren unsere Aufgaben ein Schlüssel zum Erfolg", sprach ein äußerst zufriedener Bundestrainer. Bis zum 14:11 für das deutsche Team ging es eng zu in der Halle "Herrenhauser Straße" in Mettmann. Danach nahm Timo Hager das Heft in die Hand und schmetterte sein Team auf die Siegerstraße. Mit 25:15 ging auch der zweite Satz an Schwarz-Rot-Gold. 

"So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Atmosphäre hier ist einfach geil. Es macht tierischen Spaß vor diesem tollen Publikum zu spielen", so Hager. Widerstand gebrochen. Der dritte Satz entwickelte sich zu einem wahren Schaulaufen unserer Nationalmannschaft. Die Polen wurden zu immer mehr Fehlern gezwungen. Im Gegensatz zum deutschen Team konnten sie keine Glanzpunkte mehr setzen. Auf deutscher Seite überzeugten immer mehr Robert Kampczyk, Oliver Gutfleisch und Pavo Grgic. Beim 24:17 hämmerte dann Timo Hager seinen Schmetterball an den polnischen Block, von dort ins Aus. Der Sieg war geschafft. (anhe)

Anm. d. Red.: Die deutsche Standvolleyball-Nationalmannschaft der Behinderten sicherte sich bei dieser Weltmeisterschaft die Bronzemedaille. Weltmeister wurde Kanada.

Die Nationalspieler sind allesamt keine Profis wie ihre nichtbehinderten Kollegen, gehören aber mit ihrer Medaillensammlung bei Europa- und Weltmeisterschaften, sowie vier Goldmedaillen bei den Paralympischen Spielen von Seoul bis Sydney zu den erfolgreichsten Sportmannschaften im vereinten nichtbehinderten und behinderten Sport-Deutschland.


Zahlen und Fakten

Tag:

13. April 2004

Ort:

Mettmann

Zuschauer:

1.200

Sportart:

Standvolleyball Behinderte

Anlass:

Weltmeisterschaft

Partie:

Deutschland gegen Polen

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