Das IOC und seine Präsidenten


 

Der amtierende IOC-Präsident Jacques Rogge - Foto: R Juilliart - IOC
Der amtierende IOC-Präsident Jacques Rogge - Foto: R Juilliart - IOC

Alle Amtsinhaber von 1894 bis in die Gegenwart

Als regierungsunabhängige Organisation erhält das IOC keine öffentlichen Staatsgelder und finanziert sich zum Großteil aus dem Verkauf der TV-Übertragungsrechte und durch die Einnahmen des weltweiten Olympischen Partner Sponsorprogramms (TOP).

 

Unter dem IOC gruppieren sich verschiedene Instanzen, die sich alle zum Olympischen Geist bekennen und nach den Regeln und Prinzipien der "Olympic Charter" handeln. Im Einzelnen sind dies:

  • die Internationalen Verbände (IV)
  •  die Nationalen Olympischen Komitees (NOKs)
  •  die Organisationskomitees der Olympischen Spiele (OCOGs)
  •  die Nationalen Verbände
  •  die Sportvereine
  •  die Athleten

 

Die Gründung des IOC

Gegründet wurde das IOC am 23. Juni 1894 in Paris. Gründungsvater war Baron Pierre de Coubertin, dessen Vision einer Neuauflage der Olympischen Spiele der Antike schon 1896 mit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen Realität werden sollte. Waren es 1894 15 IOC-Mitglieder, so kommen heute über 100 Mitglieder in den Genuss ihren Sitz im IOC inne zu haben. 


1981 hielten die ersten Frauen Einzug ins Komitee. Pirjo Häggman und Flor Isava Fonseca wurden als erste weibliche IOC-Mitglieder gewählt. Der 23. Juni wurde als Gründungstag zum Olympischen Tag erklärt. Entgegen der weitverbreiteten Meinung war Coubertin allerdings nicht der erste IOC-Präsident. Diese Ehre wurde dem Griechen Demetrius Vikelas zuteil. Ursprünglich war die Idee, das der IOC-Präsident jeweils aus dem Land kommen sollte, das Ausrichter der folgenden Olympischen Spiele sein würde. Dieses Vorhaben wurde aber bald zu den Akten gelegt. 

Die Präsidenten des IOC:

  • Demetrius Vikelas (Griechenland) von 1894 bis 1896
  • Pierre de Coubertin (Frankreich) von 1896 bis 1925
  • Henry de Baillet-Latour (Belgien) von 1925 bis 1942
  • J. Sigfrid Edström (Schweden) von 1942 bis 1946 kommissarisch und 1946 bis 1952
  • Avery Brundage (USA) von 1952 bis 1972
  • Lord (Michel Morris) Killanin (Irland) von 1972 bis 1980
  • Juan Antonio Samaranch (Spanien) von 1980 bis 2001
  • Jacques Rogge (Belgien) seit 2001
  • Thomas Bach (Deutschland) seit 2013

Nach Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Vergabe der XIX. Olympischen Winterspiele in Salt Lake City sah sich der damalige IOC-Präsident Samaranch gezwungen einige Neuerungen und Regelementierungen durchzusetzen. Darunter fiel auch die Beschränkung der Amtszeit für IOC-Präsidenten. Zwar wählen auch weiterhin die IOC-Mitglieder den Präsidenten, jedoch gilt die Amtszeit nur noch für 8 Jahre. Eine Verlängerung ist einmalig um 4 Jahre möglich. Eine Ära wie zu Zeiten Samaranchs wird es folglich nicht mehr geben können. Maximal 12 Jahre kann der Präsident nun dem IOC vorstehen. 

Um die Arbeit zu strukturieren und zu intensivieren, setzt das IOC in vielen Bereichen Kommissionen/Ausschüsse ein. So hat z.B. Samaranch im Jahre 1999 eine Ethik-Kommission ins Leben gerufen. Weitere Ausschüsse sind: Kommission für Frauen und Sport, Kommission Sport und Recht, Kommission für Kultur und Olympische Erziehung, Umweltkommission, Medizinische Kommission, Athletenkommission.

Sitz des IOC

Das IOC hat seinen Sitz seit dem 10. April 1915 in Lausanne am Genfer See. Coubertin hatte Lausanne ausgewählt. Die Offiziellen Sprachen des IOC sind Französisch und Englisch. In der Olympischen Charter findet sich das offizielle Regelwerk der Olympischen Bewegung wieder. Dort werden nicht nur die Ziele der Olympischen Spiele erläutert, es finden sich auch Statuten und Regeln, die für den genauen Ablauf der Olympischen Spiele Sorge tragen sollen. Alle Mitglieder der Olympischen Bewegung erkennen die Charter an und verhalten sich gemäß der Olympischen Vorgaben. Im Vorwort steht: "Der moderne Olympismus wurde erdacht von Pierre de Coubertin". 


Aus seiner Idee entstand ein weltweites Spektakel, was nicht nur in der Welt des Sports seinesgleichen sucht.


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