Kurzporträt: 1981 gewann Steffi Graf im zarten Alter von 12 Jahren die Jugendweltmeisterschaft, die sogenannte Orange Bowl in Miami. Dass sie die erste Deutsche war, liess viele Experten aufhorchen, viele bescheinigten der kleinen Brühlerin auch unglaubliches Talent. Aber welche Karriere in diesem Jahr im fernen Florida seinen Anfang genommen hatte, konnten selbst kühnste Optimisten unter den Fachleuten nicht ahnen. „Fräulein Vorhand“ wie sie aufgrund ihrer nahezu perfekten und starken Vorhand genannt wurde, entwickelte sich unter Millionen Fernsehzuschauern und den Augen einer ganzen Nation schnell zur wahren Gräfin. Die Jahrhundertsportlerin herrschte und dominierte ihre Gegnerinnen fast nach Belieben. So entschlossen, mutig und selbstbewusst sie aber auf dem Platz auftrat, so schüchtern und zurückgezogen wirkte sie auf die Öffentlichkeit. Trotz aller Probleme, die sie in der gesamten Karriere immer wieder eingeholt haben, sei es im Privatleben durch ihren Vater und damaligen Manager Peter Graf, oder aber durch gesundheitliche Beschwerden, konnte sich die Ausnahmeathletin jedes Mal aufs neue motivieren und vor allem konzentrieren. Insgesamt 377 Wochen die Nummer 1 der Welt, 107 Turniersiege und 1988 den „Golden Slam“. Neben den Australian Open, den French Open, Wimbledon und den US Open sicherte sich Graf auch die Goldmedaille bei den olympischen Spielen in Seoul. Sie setzte Maßstäbe für sich und für Andere. Verlieren war ihr fremd, aufgeben gar ein Fremdwort. Nur durch ihren unbändigen Ehrgeiz, gepaart mit einzigartigem Talent waren diese Erfolge möglich. 1999 ist Graf der „Olympische Orden“ durch Dr. Antonio Samaranch verliehen worden. Zielstrebig geht sie ihren Weg auch nach der Karriere weiter. Sie ist Botschafterin des World Wildlife Found (WWF) und hat 1998 die Stiftung „Children for Tomorrow“ gegründet. Dort kümmert und unterstützt sie traumatisierte Kinder. |