Anja Fichtel
Kurzporträt:

1985 kam Anja Fichtel als Junioren-Weltmeisterin zur A-WM nach Barcelona, und eine beeindruckende Karriere nahm ihren Lauf. Mit dem Titel im Mannschaftswettbewerb und einem mehr als beachtlichen sechsten Platz im Florett-Einzel startete Fichtel ihren Triumphzug über die internationalen Planchén.
Bei den olympischen Spielen 1988 in Seoul sorgte die ehemalige Junior-Sportlerin des Jahres im Einzel und in der Mannschaft für einen Goldrausch im deutschen Team. Zweimal Gold. Vier Jahre später in Barcelona gelang ihr das Kunststück, als frischgebackene Mutter, Sohn Laurien wurde nur wenige Wochen vor dem olympischen Finale geboren, die Silbermedaille im Team zu gewinnen.
Die erfolgreichste deutsche Fechterin wuchs auch als Persönlichkeit außerhalb des Fecht-Steges und legte sich sogar mit dem damaligen „Fecht-Papst“ Emil Beck an. Courage, die im Bundesleistungszentrum in Tauberbischofsheim nicht allen gefallen haben dürfte. „Irgendwie war ich ein Roboter, so nervenstark und cool“, lautete die Selbsteinschätzung der Fecht-Königin. Ihre Erfolge ließen die Fans dabei aber ganz menschlich jubeln. Grund genug zum feiern gab es, bevor Fichtel 1997 ihre einmalige Karriere offiziell beendete.
Größte Erfolge:
- Florett-Olympiasiegerin 1988 (Einzel und Mannschaft)
- Weltmeisterin 1986, 1990 (Einzel)
- Weltmeisterin 1985, 1989 und 1993 (Mannschaft)
- Europameisterin 1993
- Weltcupsiegerin 1990
- Fünffache "Masters"-Siegerin (1987, 1989-91, 1995)
- 10-fache Deutsche Meisterin





