Bernhard Langer


       


Bernhard Langer - Foto: 
Autogrammkarte

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aktiv bis:

Bernhard Langer
27. August 1957
Anhausen/Bayern
Golf
noch aktiv

 


 
         

Kurzporträt:

Bernhard Langers Golf-Karriere beginnt Mitte der 60er Jahre als Taschenträger. Als Caddie begleitet er seinen fünf Jahre älteren Bruder Erwin auf den Golfplatz im heimischen Anhausen bei Augsburg. Schnell entdeckt Langer Golf für sich als Sport. Mit elf Jahren gewinnt er ein Caddie-Turnier und mit 15 Jahren entscheidet er sich der Sohn eines Maurers für eine Ausbildung zum Golflehrer beim damaligen Bundestrainer Heinz Fehring. Mit 17 Jahren gewinnt er gleich bei seiner ersten Teilnahme die offenen Deutschen Meisterschaften und entscheidet sich 1976 am Ende seiner Ausbildung für eine Profi-Karriere. 

Schon 1980, mit 23 Jahren, holt er mit Platz eins beim Dunlop Masters in Wales seinen ersten Sieg auf der European Tour und mit 10.000 britischen Pfund sein erstes größeres Preisgeld. Ein Jahr und elf Top-Fünf-Platzierungen später - unter anderem Platz zwei bei den British Open - ist Langer erstmals Erster der Geldrangliste der European Tour. Damit ist ihm auch der Zugang zur amerikanischen PGA-Tour offen. 1982 nimmt er erstmals am US-Masters teil, scheitert aber am Cut. Doch danach geht es stetig weiter bergauf. 1984 wird er erneut Zweiter bei den British Open bevor 1985 mit dem Sieg beim US-Masters der erste Triumph bei einem der vier großen Major-Turniere folgt. Als 1986 die Golf-Weltrangliste eingeführt wird, ist Langer der erste Spitzenreiter und hält sich für drei Wochen auf Platz eins. 

Rückenprobleme und ein „Yips“, ein unkontrolliertes Muskelzucken, werfen ihn Ende der 80er erstmals zurück. Anfang der 90er spielt er nur wenige Turniere, arbeitet stattdessen mit Trainer Willi Hoffmann an seinem Schwung und Put-Spiel. 1993 gelingt ihm mit seinem zweiten Erfolg beim US-Master der nächste große Wurf. Außerdem wird er in dem Jahr Dritter bei den British Open. Permanente Verletzungsprobleme werfen ihn Mitte der 90er erneut aus der Bahn. 1996 verpasst er nach 67 Turnieren in Serie erstmals wieder bei einer Veranstaltung den Cut und gewinnt seit 16 Jahren erstmals kein Turnier auf der European Tour. 

Auch nach der Jahrtausend-Wende verläuft seine Erfolgskurve schwankend. 2001 wird er jeweils Dritter bei den British Open und den US Player Championships sowie Sechster beim US-Masters. Außerdem gewinnt er auf der European Tour die Dutch Open und das German Masters. Zwei Jahre später verpasst Langer dann erstmals seit seinem Debüt 1982 wieder den Cut beim US-Masters. Im selben Jahr trennt er sich von seinem langjährigen Caddie Peter Coleman. 2004 konzentriert er sich auf sein Amt als Kapitän des europäischen Ryder-Cup-Teams. Nach zehn Teilnahmen seit 1981 als Spieler mit fünf Siegen gewinnt er auch als Kapitän den Kontinentalvergleich mit den USA und zwar mit dem Rekordergebnis von 18,5:9:5. Ein Jahr darauf wird er noch einmal Fünfter bei den British Open. 

Gemeinsam mit seinem ältesten Sohn Stefan gewinnt Langer 2005 im heimischen Florida das große Vater-Sohn-Turnier, bei die Sieger ein Preisgeld von 200.000 US-Dollar erhalten, und wiederholt diesen Erfolg 2006. In dem Jahr holt der deutsche Vorzeigegolfer gemeinsam mit Marcel Siem auch zum zweiten Mal nach 1990 (mit Torsten Gidieon) bei der inoffiziellen Team-WM den Titel. Bis 2007 hat Bernhard Langer über 60 Turniersiege erreicht und sowohl auf der European- als auch auf der amerikanischen PGA-Tour jeweils über zehn Millionen Euro Preisgeld gewonnen. Mit seinem Bruder Erwin betreibt er vier Firmen, unter anderem die Langer Golf Professional GmbH, die Turniere organisiert, sowie die Langer Design, die für Planung und Realisation von Golfplätzen zuständig ist. Mit Frau Vikki, mit der er seit 1984 verheiratet ist, sowie seinen vier Kindern (zwei Töchter, zwei Söhne) lebt Langer die meiste Zeit des Jahres in Boca-Raton in Florida (USA). (db) 

 
 


         

Größte Erfolge:








- 1979: Junioren-Weltmeister
- 1983: Sieger US-Masters
- 1986: Erster der Weltrangliste
- 1990: Sieger World Golf Championships (mit Torsten Gidieon)
- 1993: Sieger US-Masters
- 2002: Aufnahme in der World Golf Hall of Fame
- 2006: Sieger World Golf Championships (mit Marcel Siem)
- 4x Sieger beim German Masters
- Ryder-Cup-Sieger: 1985, 1987, 1995, 1997, 2002 (alle als Spieler), 2004 (als Kapitän)
- beste Platzierung US Masters: 1. (1985, 1993)
- beste Platzierung US Open: 4. (1997)
- beste Platzierung US PGA: 21. (1987)
- beste Platzierung British Open: 2. (1981, 1994)
- bis 1992 insgesamt 12x Sieger bei den offenen Deutschen Meisterschaften

 
 


 


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