Chefmechaniker Schlachter erinnert sich

Wir hatten im Training schon Probleme mit Danners Wagen, speziell mit dem Öldruck. Feststellen konnten wir leider nicht woran das lag. Im Rennen kam dann der Punkt an dem es nicht mehr weiterging. Der Öldruck war im Keller und die Temperatur stieg rapide an. Danner kam an die Box, damit war das Rennwochende für den Alpina mit der Nummer 22 eigentlich gelaufen.
Doch dann bin ich einfach zu den Jungs gegangen und hab gesagt: „Los, lasst uns den Motor wechseln“. Ungläubig haben mich die Mechaniker angeschaut, weil sowas war ja noch nie gemacht worden, und wir waren überhaupt nicht darauf vorbereitet. Zudem hatten wir gar keinen kompletten Ersatzmotor dabei. So mussten wir Teile des einen Motors mit dem neuen Motor zusammenbauen. Doch ich habe an uns geglaubt.
Abpumpen hat Zeit gekostet
Vier Mechaniker, ein paar Privatleute von Alpina und los ging es. In der kommenden Pause nach Rennen eins mussten zwei von uns ja noch das zweite Alpina-Auto vom Peter Oberndorfer herrichten. Der ist reingekommen, kurz durchchecken, Räder tauschen, Bremsen kurz nachschauen - viel Zeit hat man nicht gehabt. Der Kalli Hufstadt hat das für die Zuschauer auch so richtig aufgebaut. Er hatte ja Sichtkontakt zu uns und er hat das recht gut gesehen, wie weit wir sind. Alles ist zeitlich ausgegangen, dadurch, dass wir noch grob den halben Lauf plus die 10 Minuten Pause hatten.
Nur hatten wir vom ersten Lauf noch zuviel Benzin. Wir mußten ja im ersten Lauf schon den Sprit für beide Läufe tanken. Also abpumpen. Wir hätten es sonst noch in die Startaufstellung geschafft. Und als der Motor das erste Mal gelaufen ist, da hat dann alles geklatscht, weil wir es doch noch geschafft haben. Vom Publikum bekamen wir Standing Ovations! Ich muss sagen, das ist mir selten im Leben vorgekommen, aber da ist es mir kalt über den Rücken gelaufen.





