Im Herbst 2000 startete eine Schar BVB Fans nach Stuttgart um die Lieblinge in der Fremde zu unterstützen. Aus diesem Haufen entstand im Frühjahr darauf der Old Man's Chat (OMC). Und jetzt, fast 6 Jahre nach der ersten Auswärtsfahrt und 5 Jahre nach der Gründung, fand man sich wieder an historischen Stätten ein, um einen Sieg mit nach Hause zu bringen.
Schon am Freitagabend traf die Norddelegation an den Grenzen nach Schwaben ein. Hier, wo unverdrossene Kämpfer die A6 entlang Tag für Tag Übergriffe aus dem Süden abwehren, den Norden vor dem Einfall siedlungswütiger Schwaben schützen, traf man sich am Abend zum gemütlichen Beisammensein. Insgesamt nahmen an der Fahrt nach Stuttgart 14 Personen teil, 12 davon trafen sich bereits am Vorabend bei Rama zuhause.
Man tauschte Erinnerungen und Würfel aus, und rein aus erzieherischen Gründen wurden Mitglieder mit dem schwarzen OMC Gold daran erinnert, dass man besser die Wahrheit spricht. Der Abend war lustig und die Einstimmung auf den nächsten Tag einfach nur perfekt. Nachdem Agi und Andy ihren Teil der Gäste mitgenommen hatten, der Rest sich auch schlafen legen konnte, kehrte wieder Ruhe ein in dem sonst so beschaulichen Waldenburg.
Ein Blick auf unsere Helden
Am nächsten Morgen machte sich die Truppe dann auf nach Stuttgart. Mit dem Zug ging es ab Waldenburg bis in die schwäbische Provinzhauptstadt, wo man die Undercoveragenten Stefan und Stefan traf. Beide verbringen unter Einsatz ihres Lebens Tag für Tag hinter den Linien des Schwäbischen Aggressors, und wären sicherlich froh, öfter solch Unterstützung aus dem friedliebenden Norden zu erhalten. Vor allem Agnes, Schrecken der Schwaben, aber dazu später mehr.
Gemeinsam vom Hauptbahnhof in die Stadt, und zufällig wurde hier der BVB Mannschaftsbus entdeckt. Geduldig verharrten wir dort in der Hoffnung einen Blick auf unsere Helden werfen zu können, und wir wurden in diesem Falle nicht enttäuscht. Da kamen sie, einträchtig aus dem Hotel, und viele BVB Fans werden mit Neid vernehmen dass wir Odonkor noch getroffen haben. Im Nachhinein eine historische Begegnung? Wer weiß, zumindest wissen wir, dass der Bus nicht nach Sevilla ging. Ich muss zugeben dass es schon ein Glücksfall war, so nah ist man den Spielern selten.
Und hier möchte ich auch mal ein Kompliment aussprechen. Es war schon o.k. wie geduldig sich die Spieler den Autogrammwünschen der Fans gewidmet haben, konzentriert, aber freundlich. Und Ebi konnten wir mit unserem Gesang sogar zu einem Lächeln überreden. Vielleicht hat er aber auch über die Tatsache gelacht, dass selbst VFB-Fans in Ermangelung eigener Stars bei den unseren um Autogramme gebettelt haben. Als nächstes treffen die sich dann auf dem Königsplatz und skandieren: Wir sind das Volk! *gg*
Unnützer Irrgarten
Nach diesem, zugegeben richtig schönen, Erlebnis machten wir uns auf den Weg ins Stadion. Dort angekommen erst mal eine richtig schöne Neuerung in Stuttgart. Alle, die im letzten Jahr schon dabei waren, konnten die anderen auf einen langen Fußmarsch vorbereiten. Seit dem letzten Jahr führt man die BVB Fans einen langen Zaun am Stadion entlang, weg von eben diesem, um am Ende auf der anderen Seite des Zauns wieder den gleichen Weg zurück zu gehen. Selten was sinnloseres erlebt, liebe Schwaben, so einen Zaun kann man mit einer Tür oder Tor unterbrechen, da braucht man nicht die Restbestände aufzubrauchen und am Ende umzuklappen…
Aber was Organisation und Gastfreundschaft angeht, da muss man Stuttgart ein Armutszeugnis aussprechen. In ihrer Armut musste der VFB die komplette Spielzeit Werbung auf der Anzeigentafel einblenden. Es blieb keine Zeit für Aufstellung, geschweige denn das Ergebnis. Oder war man so enttäuscht vom Zwischenstand dass man lieber Logenbrüder zeigte als das Ergebnis?
Die Reise geht weiter - zu Seite 2
|