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 Vorbereitung für Final Four - Foto: Baden Lions
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Er ist etwa 40cm hoch, silberfarben und Symbol eines großen Ziels. Im Vorjahr mussten die badischen Sieben den Traum vom Pokalsieg wenige Sekunden vor dem Abpfiff begraben und zusehen, wie die Lokalmatadore vom HSV Hamburg das begehrte Stück ausgelassen in die Höhe stemmten. Auch in diesem Jahr ist die Chevtsov-Truppe wieder dabei, hat sich als junger Verein erneut unter die bereits in der BuLi etablierte Konkurrenz gemischt – und wird auch jetzt wieder allerorts nur als ’Außenseiter’ und ’Überraschungskandidat’ benannt. Aber bei diesen ’Titeln’ soll es nicht bleiben!
Doch vorher spulen wir erst noch einmal zurück: Wenn das Forum seit Monaten auf Hochtouren läuft, das Portal beinahe täglich neue Infos und Termine ausgibt und insbesondere der FC-interne Bereich aus allen Nähten platzt, wenn sich die Supporter nicht nur zu den Spielen beider Mannschaften treffen, sondern über acht Wochen auch sonst tagelang gemeinsam werkeln, wenn wir unsere Machenschaften wie Staatsgeheimnisse hüten und unseren Raum in der Kronauer Trainingshalle wie die Schießhunde vor neugierigen Spieleraugen und –ohren schützen, wenn literweise Kaffee, Bier und andere Grundnahrungsmittel Einzug halten, meterweise Stoffbahnen, 400 Kartonbögen, zahlreiche Farbtöpfe, Heiskleber, Rohre und sogar Bügeleisen hinter akribisch bewachten Türen verschwinden, wenn wir über 20 Stunden auf dem Fußboden herumkrabbeln und überdimensionale Buchstaben und Bilder pinseln … dann brüten die Baden-Lions wieder einsam etwas aus und die Konkurrenz (auf dem Feld und den Rängen) kann sich auf so einiges gefasst machen!
Mit den fertigen Werken und jeder Menge Anspannung und Vorfreude im Gepäck, klettern dann, wenn der Rest des Landes friedlich in ihren Betten schlummert, auch in diesem Jahr wieder unzählige gelbe Hemdchen in Busse, Züge und PKWs und machen sich auf nach Hamburg.
Zwar sind wir es gewohnt, zahlreiche Stunden auf Deutschlands Autobahnen zu verbringen, wenn wir unsere Sieben begleiten, doch heute ist alles eine Nummer größer: Die beiden Gepäckfächer der Busse sind bis auf die letzten Zentimeter gefüllt, aber das reicht bei weitem nicht aus, um neben unseren Koffern und Trommeln auch noch die gesamte Verpflegung unterzubringen. Also sieht es im Gang ein wenig nach Supermarkt aus, zwischen all den Kisten, Kästen, Flaschen, Kannen, Dosen und was weiß ich noch alles, lugt hier und dort mal ein oder zwei Zentimeter Teppichboden hervor und der Weg zur Toilette oder zum Busfahrer verlangt dem Betroffenen jedes mal eine akrobatische Einlage ab.
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 Rast muss sein - Foto: Baden Lions
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Auf dem Rasthof an dem wir das letzte Jahr auf die beiden Busladungen Magdeburger getroffen waren, stärken wir uns mit der großen Versper für den Kraftakt der vor uns liegt, mehr als 130 ’Norlicht-Lions’ – Schals verteilen sich unter den Mitreisenden, die neuen Liederbücher – auch die ’Bibel der Auswärtsfahrten’ genannt – werden ausgegeben und auch die Letzten werfen sich nun in die eigens entworfenen T-Shirts.
Kaum in HH angekommen, schwappt die badische Flut binnen Minuten über das Areal rund um die ColorLine Arena und soweit das Auge reicht ist alles gelb. Schon vor dem Einlass geben wir den Securities eine Kostprobe unseres Liedgutes, bevor sie uns dann breit grinsend die Pforten öffnen und wir uns in unserem Block häuslich einrichten können.
Wie bereits im Vorjahr verwandelt sich unsere Kurve wieder in eine ’gelbe Wand’. Die uneinnehmbare Festung reicht bis unters Dach und auf (optische) Konkurrenz von den übrigen Gängen, warten wir auch dieses Mal vergeblich. Es ist nicht einfach, Plakate und Banner dieser Größenordnung ungesehen vorzubreiten, wenn sich auf dem Feld bereits die eigene Mannschaft aufwärmt, besonders wenn es sich um eine beinahe 20 Meter lange und über 1m hohe Stoffbahn in der ersten Reihe handelt.
Uns bleibt noch etwas mehr als eine Stunde, die partout nicht verstreichen will. Wir treffen uns mit ein paar Nordlichtern und hoffen auf ein Finale zwischen den beiden SGs. Später holt Thomas dann den Ausweis ab, damit wir beide die beiden Tage über ungestört filmen und knipsen dürfen und wir fangen gleich mal an, die Eindrücke für die Ewigkeit festzuhalten, bevor wir uns einen guten Platz für den Einlauf suchen.
Den finden wir paradoxer Weise mitten im Kieler Block, und nachdem der ’Türsteher’ erst noch etwas von „Keine Ständer im Mittelgang“ faselt (Guter Mann, das nennt sich Stativ!!!), geht es auch schon los. Es wird dunkel und Peter Wackel gibt eine besonders lange Version von ‚Ladiladiladiooooooooo’ zum Besten – bei mehr als 13.000 Handballverrückten auf den Rängen kommt da ganz schnell noch mal WM-Feeling auf! – bevor die Vereinslogos der beiden ersten Halbfinalisten auf dem Parket tanzen und der Einlauf beginnt.
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