Die Löwen san mim Radl da



Löwenteam vom Niederrhein - Foto: Fanclub

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Niederrhein-Löwen Moers e.V. 
20
1992
"Niemanden ins Bergfreie fallen lassen"
TSV 1860 München 
Fußball
Eröffnung Allianz Arena
Kamp-Linfort bis München 
23. Mai - 31. Mai 2005

 

 


 


Der Weg wird kein leichter sein - Foto: Fanclub

 

Wie fing alles an? Einige Mitglieder des 1860 München – Fanclubs, die „Niederrhein-Löwen Moers“ saßen mit einem Bier vorm Fernseher und sahen sich ein Bundesligaheimspiel ihres Lieblingsvereins an. Plötzlich und vollkommen unerwartet, quasi aus dem Nichts heraus, kam einer auf die Idee: „Lasst uns doch mit dem Rad nach München zur Eröffnung der Allianz Arena fahren! 18 Monate später standen wir tatsächlich mit unseren Rädern vor dem Fußballtempel. Wie verlief nun die Fahrt? 

1. Tag 

Der Start von 8 Radlern, einem Fotografen (mit PKW und Reserverad) und einem 2. Bagagewagen fand vor einem Steinkohlebergwerk in Kamp-Lintfort statt. Die komplette Direktion und ca. 100 Belegschaftsmitglieder verabschiedeten die Expedition. Es sollten 860 lange KM vor dem Team liegen. Geplant hatte eines der Crewmitglieder allerdings nur 650 KM!

Auf den ersten KM radelten sich die mehr oder weniger fitten Ullrich´s, Hau´s, Wachsmänner, Gutsmänner, Holub`s und Koprowski`s ein. Nach 10 KM gab´s die erste Rast. In Moers – Hülsdonk waren Nachbarn, Freunde und Familienangehörige versammelt um nochmals die Daumen und Speichen zu drücken. Dann fuhr der Trupp in Richtung Rhein. Bei Krefeld-Uerdingen fanden sie das Gewässer, dass sie bis Bingen begleiten sollte. Erst einmal Richtung Süden bis zur nächsten Fähre.

Die Rheinseite wurde nach Düsseldorf-Kaiserswerth gewechselt. Hier wurde kurzfristig schon das erste Mitglied verloren. Am neuen Stadion der Fortuna in Düsseldorf fand man sich wieder. Die nächste Station war der Landtag in Düsseldorf. Einen Tag nach der Landtagswahl ging es vor dem Haus der Politiker drunter und drüber. Trotzdem nahm sich der persönliche Referent einer heimischen Landtagsabgeordneten die Zeit, die Radler zu begrüßen und mit Getränken zu versorgen. Mit guten Reisewünschen versehen ging die Tour Richtung Leverkusen.


Kein Sitz im Landtag - Foto: Fanclub

 

 

In Monheim gab es Verstärkung durch einen einzelnen Löwenfan, der es sich nehmen ließ die Moerser bis Köln zu begleiten. In Höhe der Landesgartenschau überquerte man erneut den Rhein um zum Kölner Dom zu gelangen. Ganz in der Nähe des Domes stärkten sich die Teilnehmer mit Kölsch, Flöns und halven Hähnen. Bis dahin war alles recht gut verlaufen. Einer war wohl aus dem Stand heraus mit seinem Rad umgefallen, ansonsten war jedoch alles gut verlaufen.

Nun sollte unsere Tour erst richtig los gehen. Die ersten 2 Radler, die uns bis Bonn begleiten wollten, stiegen in den Zug Richtung Ruhrgebiet. Nachdem für jeden weiteren Teilnehmer insgesamt 9 Kerzen aufgestellt worden waren, verließ die Gruppe Köln in Richtung Bonn. Dann kam die erste Schreckensnachricht. Die Polizei war benachrichtigt worden, dass ein Begleitfahrzeug von uns mit geöffnetem Seitenfenster gemeldet worden war. Sämtliche Papiere, Bargeld etc. hätten weg sein können! Gott sei Dank hatten wir Kerzen aufgestellt und ein Gebet gesprochen. Nichts war weg und so konnten wir erst einmal beruhigt weiterfahren.

Die nächste Telefonattacke sollte bald folgen. Ein befreundeter Fanclub aus Rösrath wollte uns begrüßen. Nun konnten wir allerdings nicht einfach die Rheinseite wechseln. Auch auf den Hinweis, dass ein Fernsehteam vom Bayrischen Rundfunk, der Landrat, der Bürgermeister von Rösrath und fast der komplette Fanclub Rösrather Löwen auf uns warten würde, ließ uns keine andere Wahl, als weiter Richtung Bonn zu fahren.

 


Weißbier in Ehren - Foto: Fanclub

 


Nachdem wir ca. 100 KM in den Beinen hatten und es Nachmittag geworden war, verabredete sich das Fernsehteam mit uns in Bonn, um dort über unsere Tour de NRW/Hessen/Rheinland-Pfalz/Bavaria einen Filmbericht zu drehen. Ca. 2 Stunden wurde am Rhein in Höhe des ehemaligen Bundeskanzleramtes gedreht. Völlig geschafft und schon fast 12 Stunden auf den Beinen bzw. Rad erklommen wir den Venusberg zur Jugendherberge in Bonn. Das Weißbier vom Bayrischen Fernsehen war inzwischen wieder ausgeschwitzt.

Nun sollte der krönende Abschluß des Tages folgen. Von Bonn fuhren alle Teilnehmer (allerdings mit PKW´s) nach Rösrath. Dort angekommen (es war inzwischen 22.00 Uhr) warteten tatsächlich seit ca. 8 Stunden der Landrat, der Bürgermeister und viele Fans auf die Niederrhein-Löwen aus Moers. Begrüßt wurde die Truppe mit einem Feuerwerk aus Böllern und Gefühlen. Nach mehreren Kölsch, einer Ehrung durch die Honorationen, einer Stärkung fielen alle total erschöpft gegen 0.30 Uhr in ihre Betten.


Erleben Sie mehr! 

Die nächsten Tage und weitere Kilometer in den Beinen

Ankunft in München - Der große Tag der Eröffnung

 


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