Dietrich Thurau
Kurzporträt:

"Seit Konrad Adenauer hat keiner mehr für die deutsch-französische Freundschaft getan als Didi Thurau", so Jacques Chirac, damaliger Bürgermeister von Paris. Die Franzosen mochten ihn, den „blonden Engel“ aus Deutschland. Jung, unbekümmert und voller Talent eroberte der Frankfurter die Herzen der Radsportfans und löste 20 Jahre vor Jan Ullrich einen ersten, riesigen Radsportboom in Deutschland aus.
1977 fuhr Thurau als jüngster Profi im Feld 15 Tage im begehrten gelben Trikot bei der Tour de France. Was den Anschein wie der Beginn einer einzigartigen Karriere hatte, war jedoch fast schon der Beginn vom Abstieg des Gipfels. Viele Experten bestätigten Thurau enorm großes Talent, aber gleichzeitig auch eine falsch ausgerichtete Karriereplanung. Zahlreiche Teamwechsel und zu viele lukrative Starts bei Sechstagerennen verhinderten, dass Thurau ganz oben ankam. Trotz allen Problemen seiner Laufbahn, bleiben den Fans die Erfolge und Triumphe, wie auch der Sieg beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich, in guter Erinnerung.
Größte Erfolge:
- Weltmeister 1974 im Kilian Vierer
- Deutscher Verfolgungsmeister 1975 und 1976
- Sieger Lüttich-Bastogne-Lüttich 1979
- Derny-Europameister 1978 und 1979
- Fünfter Tour de France 1977 (5 Etappensiege, 15 Tage im gelben Trikot)
- Zehnter Tour de France 1979 (ein Etappensieg)
- Sieger Deutschland-Rundfahrt
- Dritter Paris-Roubaix 1980- Fünfter Giro d'Italia 1983





