Einmal 60er - immer 60er


         


Kieferer Löwen zeigen Flagge - Foto: Fanclub

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Kieferer Löwen 
36
08. Mai 1998
Einmal Löwe - immer Löwe
TSV 1860 München 
Fußball
Bundesliga
Letztes Saisonspiel
Kaiserslautern, Fritz-Walter-Stadion 
20. Mai 2000
www.kieferer.de

 


           


Die 60er am Betzenberg - Foto: Fanclub

 

Wie jedes Jahr so war auch dieses mal das Auswärtsspiel in Kaiserslautern ein Pflichttermin. Schon bei der Bekanntgabe des Spielplans für die Saison 1999/2000 machten wir Luftsprünge. Besser kann es für einen Sechzgerfan nicht laufen. Am letzten Spieltag in Lautern. 

Da ist es egal ob man sich sturzbesoffen (mal was anderes) einfach in eine Wiese knallt, um so seinen Rausch auszuschlafen. Dies ging letzte Saison nicht, da damals die Lauternfahrt genau auf die Weihnachtszeit fiel (fröstel). 

Champions League, wir kommen!

Die Euphorie nach dem Sieg gegen die Hertha war enorm. Viele, glaube ich, wollten schon nach diesem Spiel direkt nach Lautern pilgern und eine Woche lang den bereits relativ sicheren Einzug in die CL-Quali feiern. Wir machten uns am Freitag Mittag auf den Weg zum Betze. Während sich unsere Alkis mit der Sauferei nicht mehr gedulden konnten, durfte ich die besoffene Brut in die Pfalz chauffieren.

Am Stuttgarter Kreuz gab es natürlich mal wieder einen Stau, was aber unsere Oberwahnsinnigen nicht daran hindern konnte, sich ihres körperlich erwärmten Bieres zu entledigen. Nach ca. 6 Stunden Autofahrt kamen wir in Kaiserslautern an und bewegten uns mit Riesenschritten ins Hannen-Fass. So wie jedes Jahr. Nach und nach trudelte dann eine Fanschar nach der anderen ein. Gegen Mitternacht war die Stimmung bereits am sieden, die Löwen immer besoffener, und man freute sich schon auf die bevorstehende Auswärtsfahrt nach Tokio (kaum Anzeichen von Größenwahn!). 

Gegen 3 Uhr machten wir uns dann in Richtung Auto auf , um zu fünft in diesem eine erholsame und äußerst bequeme Nacht zu verbringen. „Ausgeruht“ verließen wir dann bereits um 6.00 Uhr morgens unser „Ford-Hotel“ (schlechter Zimmerservice). Schnurstracks führte uns der Weg in die nächste Tanke um sich seinen Pegel wieder zurückzutrinken. Der Tankwart verdrehte bei unserem Anblick die Augen. Vielleicht hatte er noch genug von unserem Betthupferl-Imbiss (Heiße Hexe) 3 Stunden zuvor. 

Kein Bier vor 10

Ein Riesen Manko von Lautern: Vor 10:00 Uhr gibt’s in der Altstadt ausser beim Würgerking keine Kneipe, die Bier ausschenkt. Um halb 11 Uhr machte dann auch endlich wieder das Hannen-Fass auf und es ging meterweise, Meisterschluck, mit Altbier weiter. Bis Mittag trudelten dann unsere ganzen Freunde von den Sarlachlöwen ein. Wobei der Michi und der Jörg (prall wie immer) ihr Auto(-Hotel) vom Vortag her nicht mehr fanden und sich im Solarium braun schliefen – daher wohl der unnatürlich hohe Flüssigkeitsausgleich.


Geselligkeit ist Trumph - Foto: Fanclub

 

Wir beendeten unseren Frühschoppen nach ca. 8 Meter sowie einem 10 Literfass Alt und machten uns um ca. 14.00 Uhr auf, den Betze zu erklimmen. Natürlich musste nach der Kraxlerei erst mal ein Bier, keine Light..... wie in der F.C.Bäh-Schüssel, vernichtet werden. Wobei überhaupt mal festgehalten werden muss, dass man selten so gute Verpflegung findet wie in Lautern.

Weiter gings in den restlos überfüllten Löwenblock. Als wir endlich noch ein Plätzchen fanden, begann auch schon das Spiel. Da keine Zwischenergebnisse durchgesagt wurden und jeder mittels Handy nach den neuesten Infos suchte, herrschte eine extreme Nervosität und ich glaub, einige standen so wie ich kurz vorm Herzinfarkt – und das mit 26 Jahren. Neben uns stieg dann in der 60sten Minute eine schwarze Rauchfontäne in die Luft. Man glaubte man stehe kurz vor dem ersticken. Frechheit so was! 

Gigantische Stimmung

Im Spiel wurde M. Basler zum Alleinunterhalter: Entweder schlug er über den Ball oder feuerte seine „Geschosse“ in die Ränge. Wofür er aber von Seite der Löwenfans immer wieder mit aufmunternden Zurufen bedacht wurde. So wiedererstärkt bereitete er mittels Ecke den Führungstreffer der Lauterer vor. Als dann seine Konzentration zu schwinden begann, schoss er noch schnell den verdienten Ausgleich für die Löwen. 

Die Stimmung wurde langsam schon beängstigend super. Dann war Schluss. Unser WAHNSINNSTEAM schaffte durch dieses 1:1 sogar aus eigener Kraft die CL-Qualifikation. Jetzt ging aber die Party erst richtig los. Zuvor war man noch fix und fertig und man dachte sogar schon daran eher ins Bett (Ford) zu gehen. Doch freude(-trunken) und aufgeheizt von der besten Stimmung seit Jahren ging es zur Abwechslung mal wieder ins Hannen-Fass. 

Nach der üblichen Menge Braunbiere reichte es gegen Mitternacht dann doch mal. Endlich war der Kragen voll – außer bei unserm Hopper, der wollte partout nicht mit ins Auto. Eigentlich verständlich. Am Sonntag morgen machten wir uns dann gegen halb 6:00 Uhr auf den Weg in unsere Heimat, diesmal ohne Stau. Wir waren also beim größten Erfolg seit Jahrzehnten dabei – unglaublich wenn man die Vorzeichen der Saison sowie die verkorkste Rückrunde 98/99 bedenkt. 

Löwen wir sind stolz auf euch!!!! Einmal Löwe immer Löwe !!! Mit Sicherheit werden wir jedes Jahr nach Lautern fahren auch wenn wir schon 60 sind.


Erleben Sie mehr! 

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