Hannes Arch - Porträt der Saison 2007


       


Hannes Arch - Foto: Jörg Mitter

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Hannes Arch
22. September 1967
Steiermark, Österreich
Profi BASE-Jumper, 
Mitglied des 
Red Bull Acro Teams
www.hannesarch.com

 


 
         

Kurzporträt:

„Schöner ist nur meine Frau“

Freude hat Flügel. Hannes Arch beides. Neu in der nun 14-köpfigen Pilotenschar der Red Bull Air Race World Series, hat sich der 38-Jährige eigentlich schon lange angekündigt und präsentiert sich nach genauerer Betrachtung als ziemlich versierter Neuling. Sammelt man beim massentauglichen Paperfliegen Erfahrung, ist ein großer Papierkorb Voraussetzung. 

Geht es um den High-Level-Motorsport Red Bull Air Race, wäre dieser mehr als nur fehl am Platz, wie Arch klarstellt. „Erfahrung gewinne ich in extremen Situationen und unter höchster G Belastung. Diese Tag für Tag zu meistern zählt. In der Vergangenheit war BASE-Jumping für mich eine lehrreiche Schule. Man rast mit über 200 km/h dem Boden entgegen. Darf keine Fehler machen, um zu überleben“, erklärt der in der „grünen Steiermark“ verwurzelte Österreicher, dessen Lebenslauf tausende Flüge am Paragleiter, hunderte BASE-Jumps, wie auch tausende Flugstunden zu bieten hat.

Gespannte Beobachter wie auch enge Freunde sagen Arch, der das Red Bull Air Race bereits im Jahr 2005 als Aviation Manager und Renndirektor unterstützte, einen ausgeprägten Drang zum Extremen nach. Die Beweise liefert der verheiratete Frauenschwarm bereits vor dem Start zu seiner ersten Saison als Air Racer am Fließband. Abgesprungen von einem Helikopter landete Arch für eine Filmproduktion in 1000 Meter Höhe auf einer Cessna, kletterte auf die Eiger Nordwand, um diese im Flug wieder zu verlassen oder sah im Vorjahr auch den Salzburger Mozartsteg nicht als wirkliches Hindernis. Arch fand vor mehr als 10.000 Zuschauern einen Weg, um zwischen der reißenden Salzach und dem Steg Platz zu finden. Unterflog diesen schlussendlich mit seiner Edge 540 unter tosendem Applaus. 


Ab sofort gilt Archs volle Aufmerksamkeit den mit Luft gefüllten Pylonen, dem Kampf gegen die Uhr und der internationalen Air Race Konkurrenz. „2007 an den Start der Red Bull Air Race World Series gehen zu dürfen, ist eine große Ehre und ein Meilenstein meiner Karriere. Ich liebe den Wettkampf, die Zuschauermassen, die Leistungsdichte. Jetzt liegt es an mir, mein Können in die Tat umzusetzen“, strahlt der umtriebige Österreicher Begeisterung aus, lacht und kennt den Ablauf eines Rennwochenendes vorab bereits im Schlaf: „Kein Wunder. Nachdem ich 2006 für die Medienflüge zuständig war, hatte ich genügend Zeit, alles genau unter die Lupe zu nehmen. Ob das ein Vorteil ist, wird sich zeigen.“
  

Wer seine Ziele erreicht, hat diese nicht hoch genug gesteckt. Ein Satz, der aus dem Mund des Newcomers, welcher bewusst nach dem Höchsten strebt, stammen könnte. „Im Vergleich mit der Konkurrenz habe ich einen Vorteil bezüglich Reaktion, Motivation und Freude am Fliegen. Und für mich ist nur eines schöner. Meine Frau.“  

 


 


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