Ironman Hawaii: Geschichte des Mythos'


Thomas Hellriegel, Zieleinlauf bei den IRONMAN Hawaii Triathlon World Championship - Quelle: Fotograf: Kai Baumgartner
Thomas Hellriegel, Zieleinlauf bei den IRONMAN Hawaii Triathlon World Championship - Quelle: Fotograf: Kai Baumgartner

Die Entstehungsgeschichte des Ironman auf Hawaii schwankt zwischen Legende und tatsächlicher Geschichte. Sporthelden.de nennt die Eckpunkte in der Entwicklung des Ironman Hawaii.

Im Jahr 1977 gerät der Navy-Offizier John Collins im Rahmen der Siegerfeiern einer Laufveranstaltung auf Oahu in eine erregte Diskussion, welche Sportler die Fittesten seien: Schwimmer oder Läufer. Collins wirft ein, dass beim Radsportler Eddy Merckx die höchste jemals gemessene Sauerstoffaufnahmefähigkeit festgestellt wurde. 

Im Verlauf des Abends schlägt Collins, der 1974 und 1975 schon an den ersten Triathlons in Amerika teilgenommen hatte, vor, die härtesten Ausdauerwettbewerbe Hawaiis zu kombinieren. Der Schwimmwettbewerb „Waikiki Rough Water“ (2,4 Meilen), das Around-Oahu-Radrennen – eine ursprünglich zweitägige Radrennveranstaltung über 115 Meilen – und der Honolulu-Marathon (26,2 Meilen) sind die Vorbilder des Konzepts, alle drei Extrem-Wettbewerbe hintereinander weg ohne Pause zu absolvieren.
 
15 Starter beim ersten Ironman

Beschwingt von der Idee soll Collins in einer Band-Pause auf die Bühne gesprungen sein und verkündet haben: „Der Startschuss fällt um sieben Uhr morgens, die Uhr läuft durch und wer auch immer als Erster ins Ziel kommt, den nennen wir Ironman.“ Am 18. Februar 1978 ist es soweit: Auf der Insel Oahu am Waikiki-Beach machen sich 15 Männer für ein Startgeld von drei Dollar auf, die Herausforderung anzunehmen. 

Die Strecken folgen denen ihrer Vorbildveranstaltungen. Nur die Radstrecke wird um drei Meilen verkürzt, damit die Laufstrecke dasselbe Ziel hat, wie der Honolulu-Marathon. Zwölf der Starter beenden den Wettkampf. Als erster Sieger der Geschichte überquert Taxifahrer Gordon Haller nach 11:46:58 Stunden die Ziellinie. 

Im Laufe der Jahre entwickelt sich der Ironman Hawaii durch Mundpropaganda, Medienaufmerksamkeit und Unterstützung der Sportindustrie immer weiter. Mittlerweile ist der Ironman Hawaii der größte Mythos des Ausdauersports. Ca. 1800 Athleten dürfen nach den Qualifikationsrennen jedes Jahr für ein Startgeld von 475 US-Dollar an der Veranstaltung teilnehmen.  

Sporthelden.de nennt die Eckpunkte in der Entwicklung des Ironman Hawaii:  

1978: Auf Oahu gehen am 18. Februar 15 Sportler zum ersten Ironman Hawaii an den Start.
1980: Insgesamt 108 Teilnehmer (darunter zwei Frauen) gehen an den Start
1981: Renndirektorin Valerie Silk, die die Organisation des aufs Festland versetzten Collins übernommen hat, beschließt, den Umzug der Veranstaltung von der beengten Oahu-Insel an die Kona-Küste des „Big Island“, der Hauptinsel von Hawaii
1982: Der Termin des Ironman wird von Februar auf Oktober verlegt und findet deshalb in diesem Jahr zwei Mal statt.
1983: Das Zeitlimit für die Gesamtdistanz wird auf 17 Stunden festgelegt. Den jeweiligen Veranstaltungstag legen die Organisatoren auch nach dem Vollmond-Kalender fest, um den Athleten, die bis tief in die Nacht ins Ziel kommen noch gute Bedingungen zu ermöglichen.
1984: Der Amerikaner Dave Scott bleibt in 8:54:20 Stunden erstmals unter der Neun-Stunden-Marke.
1987: Die Teilnehmerzahl wird auf 1400 begrenzt. Dave Scott gewinnt zum sechsten Mal und ist damit Rekordsieger beim Ironman Hawaii.
1990: Die Laufstrecke wird leicht modifiziert. Alle anderen Strecken bleiben gleich. Der US-Amerikaner Dr. Jim Gills übernimmt die Organisation und gründet die World Triathlon Corporation (WTC). 
1995: Der Amerikaner Mark Allen gewinnt zum sechsten Mal und zieht mit dem bisherigen Rekordsieger Dave Scott gleich.
1996: Luc van Lierde aus Belgien stellt in 8:04:08 Stunden einen bis heute gültigen Streckenrekord auf. 
1997: Thomas Hellriegel gewinnt als erster Deutscher den Ironman Hawaii. Jürgen Zäck als Zweiter und Lothar Leder als Dritter komplettieren den historischen deutschen Triumph.
2004: Mit Normann Stadler gewinnt der zweite Deutsche auf Hawaii.
2005: Faris Al-Sultan ist der dritte deutsche, der das bedeutendste Triathlon-Rennen der Welt gewinnt. 
2006: Normann Stadler wiederholt seinen Triumph von 2004 und siegt zum zweiten Mal.


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