Jürgen Hingsen
Kurzporträt:

2,00 m groß, 100 kg schwer, dazu den Charme eines Sonnyboys. Stoff aus dem Helden sind. Jürgen Hingsen war so einer, wohl aber ein tragischer. Er, der König der Athleten, der nie den Thron besteigen konnte. Als Hingsen die Zehnkampfbühne betrat, waren sich die Experten einig, dass er ein ganz Großer seiner Zunft werden würde.
Sein Körperbau versprach Top-Leistungen. Durch seine drei aufgestellten Weltrekorde bewies Hingsen, dass er das Zeug zum Herrscher der Königsdisziplin hat. Allerdings reichte sein athletischer Körper alleine nicht aus, um die ganz großen Titel zu gewinnen.
Bei den wichtigen Wettkämpfen stand sich der Duisburger entweder selbst im Weg, oder ein gewisser Daley Thompson aus England stahl dem polarisierendsten deutschen Leichtathleten dieser Zeit die Schau, damit auch die Goldmedaillen. Die Duelle dieser Beiden hielt die Fans in Atem, auch wenn schnell klar war, dass dieser Thompson nur schwer zu schlagen sein würde.
Seinen bittersten Moment erlebte Hingsen am 28. September 1988 in Seoul. Nach einem Fehlstart-Festival war die Goldjagd Hingsens beendet, bevor sie eigentlich begonnen hat. Disqualifikation. Der Makel des ewigen Zweiten haftet ihm an, einem der besten Zehnkämpfer der Welt. Seine am 08./09.06 1984 in Mannheim erreichte Punktzahl von 8832 ist immer noch in den Büchern als Deutscher Rekord aktuell.
Größte Erfolge:
- Silbermedaille bei der WM 1983
- Silbermedaille bei der EM 1982, 1986
- Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1984
- Zehnkampf-Weltrekorde 1982, 1983, 1984





