Die ganze Misere fing wohl schon mit der Planung des Fanbus an. Nach mehr als 30 verschiedenen Angeboten zwischen 500 – 240 € entschieden wir uns selbstverständlich für das Günstigste. Mit nur 8 Anmeldungen nach den ersten Tagen lagen wir allerdings deutlich unter den mindestens benötigten Anmeldungen von 30 Fans, so dass wir uns entschieden den Bus zu stornieren.
Nur wie sollten wir ohne fahrbaren Untersatz nach Bergheim kommen? Der Fanbus wurde nur geplant, da es unmöglich schien mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bergheim zu kommen. Glücklicherweise entschieden sich zwei der Fans mit dem Auto zu fahren, sodass wir vier Leute schon mal sicher untergebracht hatten.
Einer bleibt übrig
Nun blieben noch vier weitere Fans übrig, die nach Bergheim kommen mussten. Nachdem mein Vater und meine Schwester auf meine Frage, ob sie uns fahren, mit nein antworteten, musste ich am Morgen des Spieltags noch Mitfahrgelegenheiten organisieren, was sich allerdings als nicht einfach erwies. Nach mehreren Telefonaten hatten wir dann schließlich 3 weitere Plätze. Allerdings immer noch einen zu wenig.
2 Stunden vor Abfahrt entschied ich mich dann trotz des Schwierigkeitsgrades auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusatteln. Noch den restlichen vier bescheid gegeben und dann konnte es auch schon los gehen. Kurz vor der Abfahrt entschieden sich dann noch zwei, die eigentlich einen Platz im Auto hatten, mit uns zu fahren. Nun konnte es auch endlich los gehen.
Auf zum „Hallo“ um die Trommeln und Megaphone aus der Halle zu holen. Fehlanzeige! Leider war der Hallenwart gerade zuhause und er hätte mindestens eine halbe Stunde gebraucht, um an der Halle zu sein. Soviel Zeit hatte ich nicht, da ich ohnehin schon spät dran war. Nachdem ich dann mit Verspätung die anderen am Essener Hbf traf, mussten wir nun noch Tickets kaufen.
Ticketbezeichnung als gutes Omen?
In Gedanken das jeder nur ein Zusatzticket für 2 € braucht, stürzten wir uns auf den überfüllten Ticketautomaten. Nach einigen Minuten Wartezeit wies uns dann ein „Automaten Guide“ darauf hin, dass wir ein Ticket für 8,50 € benötigten. Zum Glück hatte der Herr ein wenig Ahnung und so empfahl er uns das „Schöner Tag NRW Ticket“.
Nun waren allerdings weitere kostbare Minuten vergangen. Wir waren uns ziemlich sicher, dass unsere Bahn schon weg war und die nächste sollte erst in einer Stunde kommen. Trotzdem entschlossen wir uns dafür, am Bahnsteig zu warten und nicht in die Stadt zu gehen. Überraschender Weise stand unsere Bahn noch am Gleis, so dass wir wie geplant fahren konnten. In der Bahn versuchte ich noch jemanden zu finden, der die Trommeln mit dem Auto mitbringt, was leider auch nicht mehr klappte.
Und so fuhren wir Richtung „Horrem“. Aber wer konnte schon ahnen, dass die Bahnhöfe überall anders genannt werden. Auf dem Fahrplan steht Kerpen-Horrem Bf.. Dort hieß es aber nur Horrem. Wie soll man da auf die Idee kommen auszusteigen? Zum Glück bemerkten wir diese falsche Information recht schnell, so dass wir bereits einen Bahnhof später ausstiegen, um wieder zurück zu fahren, was soweit auch ganz gut klappte.
Nun wieder in Horrem angekommen, machten wir es uns zur Aufgabe die richtige Bushaltestelle zu finden. Nach mehreren Diskussionen mit Busfahrern fanden wir endlich eine nette Dame, die uns weiterhelfen konnte. Und so fuhren wir endlich, mit der Gewissheit richtig zu sein, Richtung Bergheim. Nach ca. einer halben Stunde fahrt und einigen Metern zu Fuß kamen wir endlich an.
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 Trostlosigkeit pur in der Halle - Foto: Fanclub
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Irgendwie trostlos
Uns begrüßten die bereits eingetroffenen Essener Fans und eine Halle ohne jeglichen Sponsor. Mit Getränken, so groß wie ein modernes Handy, und der Vorfreude auf das Spiel bewaffnet, setzten wir uns zu den anderen. Doch das Spiel sollte alles andere als gut verlaufen.
Beim Aufwärmen verletzte sich Dreier-Schütze Andrè Schröder hinzu kamen die schon vorher verletzten Tom Doll (Hand), Tim SchulzeBuxloh (Fuß) und Delano Thomas (Bänder).Mit einem Minimalaufgebot mussten wir somit das Spiel starten. Im Laufe des zweiten Viertels kamen dann noch Sven Krapoth und Tim Doll an, die zuvor ein Spiel für die 2. Mannschaft bestritten. Alternativen kamen dadurch allerdings nicht zu Stande, da auch Tim Doll eine Verletzung melden musste.
Und so kam es, dass wir durch den Ausfall von fünf Spielern, zwei Schiedsrichtern die kurz vor der Rente standen, und einer insgesamt eher schwachen Leistung der Mannschaft das Spiel mit 89:75 verloren.
Die Rückfahrt gestaltete sich zum Glück recht einfach, da wir schon Erfahrung mit den Fahrplänen sammeln konnten. Und so fanden wir am Abend noch den einzigen netten Busfahrer in ganz Bergheim, der uns sogar noch tröstete und uns eine gute Heimreise wünschte.
Insgesamt ein netter Abend. Leider ohne Auswärtserfolg.
Erleben Sie mehr!
Baskets: Stolz auf eigene Fans