Peter Angerer



Peter Angerer - Foto:
Autogrammkarte 1989

Name:
Geboren am:
Geboren in:
Sportart:
aktiv bis:

Peter Angerer
14. Juli 1959
Hammer/Bayern
Biathlon
1988



Kurzporträt:

Schon früh beginnt Peter Angerer bei seinem Heimatverein SC Hammer mit dem Biathlon. Ab 1972 wird er gezielt gefördert und trainiert als einer der ersten Athleten im neuen, nur etwa zwölf Kilometer von seiner Heimat entfernten Biathlon-Leistungszentrum in Ruhpolding. Mit 21 Jahren verpflichtet er sich 1980 für acht Jahre bei der Bundeswehr und bekommt in der Sportförderkompanie die Möglichkeit, zwei Drittel seiner Zeit ins Biathlon-Training zu investieren. Im selben Jahr folgt sein internationaler Durchbruch im Biathlon. Bei den Olympischen Spielen 1980 holt er mit der Staffel über 4x7,5 km Bronze.

Danach geht es es für den 1,77 Meter großen Bayern regelmäßig aufwärts. 1983 gewinnt er als erster Athlet aus der Bundesrepublik Deutschland den Gesamt-Weltcup und holt bei der WM in Antholz Silber über 10 km und Bronze über 20 km. Aus diesem Grund geht Angerer bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo auch als einer der Favoriten an Start und avanciert prompt zum deutschen Medaillengaranten. Der 24-Jährige holt einen kompletten Medaillensatz und damit drei von vier bundesdeutschen Olympia-Medaillen: Gold über 20 km, Silber über 10 km und Bronze mit der 4x7,5 km Staffel. Angerer hält sich über Jahre konsequent in der Weltspitze und landet regelmäßig im Gesamt-Weltcup in den Top-Fünf.

1986 folgt dann aber der Absturz. Eine Dopingprobe ist positiv, angeblich, weil ihm ein Arzt ein Medikament mit verbotener Substanz verschreibt. Im August 1986 muss Angerer seine in Oslo gewonnen WM-Medaillen (Silber über 10 km, Bronze mit der Staffel) zurückgeben und wird bis zum 31. Januar 1987 gesperrt. "Mein guter Name ist kaputt. Ich mag nicht mehr“, ist seine erste Reaktion. Doch Bundestrainer Jürgen Seifert und Fritz Fischer bringen ihn davon ab, seine Karriere zu beenden. Im Februar 1987 kehrt Angerer in den Biathlon-Zirkus zurück, erreicht aber zunächst nicht die alte Form.

Bei der WM in Lake Placid reicht es lediglich zu Platz sieben über 20 km und Platz 30 über 10 km. Für die folgende Saison kündigt Angerer dann seinen Abschied an. Die Olympischen Winterspiele 1988 in Calgary sollen sein letzter großer Wettkampf sein. Das deutsche NOK bestimmt den blonden Bayern zum Fahnenträger und rehabilitiert ihn damit indirekt für die Dopingsperre. In den Einzeldisziplinen über 10 km und 20 km reicht es für Angerer zwar nur zu Platz 10, aber mit der Staffel holt der mittlerweile 28-Jährige noch einmal Silber und sorgt somit für einen versöhnlichen Karriere-Abschluss. Die Entlassung als Feldwebel der Bundeswehr nach achtjähriger Dienstzeit am 31. März 1988 bedeutet gleichzeitig auch das Ende seiner aktiven Laufbahn. (db)



Letzter
Wettkampf:

Größte Erfolge:








1988 Olympische Winterspiele Calgary

- 1980 Olympische Winterspiele Lake Placid: Bronze mit der 4x7,5 km-Staffel
- 1981 WM-Silber mit der 4x7,5 km-Staffel
- 1983 Gewinner Gesamt-Weltcup
- 1983 WM-Silber (10 km) und WM-Bronze (20 km)
- 1984 Olympische Winterspiele in Sarajevo: Gold (20 km), Silber (10 km) und Bronze (4x7,5 km-Staffel)
- 1985 WM-Bronze mit der 4x7,5 km-Staffel
- 1988 Olympische Winterspiele in Calgary: Silber mit der 4x7,5 km-Staffel



 


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