RB Crashed Ice - Härter, schneller und eiskalt!
München, 02. Februar – Ganz Europa zittert! Kaltfront „Cooper“ hat Einzug gehalten und wird in den nächsten Tagen weiterhin für eisige Temperaturen sorgen – auch im niederländischen Valkenburg, wo ab Freitag wieder über 120 Cracks aus 24 Nationen bei der Red Bull Crashed Ice World Championship den Eis-Parcours hinunterjagen.
„Minus 14 Grad werden für den Samstag vorhergesagt. Das ist super für die Bahn und das Rennen“, erklärt der deutsche Teambetreuer Martin Wild. Warm anziehen müssen sich die Athleten aber nicht nur aufgrund der Minusgrade. Denn härter und schneller als je zuvor geht es auf dem längsten und spektakulärsten Ice-Cross-Downhill-Track zur Sache. 575 Meter lang ist die steile Eispiste. „Der Parcour ist verdammt schnell, es geht fast nur bergab“, weiß Trackbuilder Simon Bastiani. „Die Zuschauer werden weite und hohe Sprünge sehen“, ist sich der Tiroler sicher. Auch Sportdirektor Christian Papillon, der die Bahn am Mittwoch testete, sei begeistert.
Die deutschen Hoffnungsträger Martin Niefnecker und Fabian Mels haben am Freitag beim Qualifying das Vergnügen, den Track zu tracken. Dann werden die „internationalen Größen“ versuchen, sich für den Finallauf zu qualifizieren. Bleibt zu hoffen, dass sich der angeschlagene Weltranglistenvierte Niefnecker weiterhin gut fühlt. Den 21-Jährigen hat es in Saint Paul nämlich böse erwischt. „Martin ist beim Training dort gelandet, wo er nicht landen sollte“, erzählt Martin Wild. Das Sprunggelenk, die Leiste und das Knie wurden in Mitleidenschaft gezogen. „Daher lief es auch im Wettkampf nicht gut“, rechtfertigt der Betreuer Niefneckers frühes Ausscheiden. Doch in Valkenburg will der Ex-Champion unbedingt starten und sein Bestes geben.
Für den aktuellen Tour-Fünften Fabian Mels stehen die Chancen nicht schlecht: „Die Strecke kommt sowohl Martin als auch Fabian sehr entgegen“, weiß Wild, so dass der Rösrather nicht nur dem Führenden Kyle Croxall gefährlich werden könnte. Weitere Deutsche im Feld: Philipp Auerswald, der am Freitag in der „Elimination Round“ starten wird, sowie Andreas Wirnstl (Berchtesgaden) und Andreas Maier (Garmisch), die als Dritt- und Fünftplatzierte der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Ice Cross Downhill schon am Donnerstag bei der „nationalen“ Vorentscheidung an den Start gehen.
Wird Martin Niefnecker seinen Verletzungen trotzen, und zeigt Fabian Mels der Konkurrenz, wo es langgeht? Fest steht nur, dass am Samstagabend erneut die 64 schnellsten Skater um WM-Punkte und den Sieg in Valkenburg kämpfen und das Eis zum Schmelzen bringen.






