Özlem Sahin is back - Sieg nach langer Pause
Özlem Sahin (6-0-1, KOs 3), die mit Janina Benz (3-2-0, KOs 1) den einzigen Frauenboxkampf auf der Veranstaltung von Arena Boxpromotion in Cuxhaven/Germany bestritt, meldete sich eindrucksvoll zurück.
Der Ringrichter verkündete nach vier Runden ein einstimmiges Unentschieden, was den Kampfverlauf wohl auch widerspiegelt. Nach Kampf legte die Ecke von Rahimi Protest gegen das Urteil ein.
Im folgenden Krampft trafen Magomed Yangubaev (4-0-1, KOs 0) aus Kasachstan und Valentins Morozovs (4-0-1, KOs 3) aus Lettland, der alle seine Kämpfe gegen Debütanten bestritten hatte, aufeinander. Die Leichtgewichtsbegegnung begann verhalten und endete abrupt. Die erste Kombination zum Kopf ließ Morozovs zu Boden gehen. Noch wackelig auf den Beinen stellte er sich erneut dem Kampf, um von einem Schlaghagel eingedeckt zu werden. Der Ringrichter stoppte den Kampf und beschützte den verteidigungsunfähigen Boxer. Das offizielle Urteil lautete: TKO 1 (2.40 min). Der vierte Kampf war eine einseitige Angelegenheit. Christian Pawlak (13-3-9, KOs 7) aus Deutschland traf im Super-Mittelgewicht auf Michal Bilak (19-10-0, KOs 10) aus der Tschechei. Pawlak boxte systematisch und überlegen, während Bilak nicht mehr als gelegentliche Einzeltreffer setzen konnte. Der Schützling von Graciano Rocchigiani punktete mit guten Kombinationen, konnte aber seinen Gegner, der sich verbissen wehrte und ab der vierten Runde einen stark blutenden Cut über dem linken Auge hatte, nicht vorzeitig besiegen. Die Punktrichter werteten. 80:72, 80:72 und 79:73. Der unbesiegte türkische Schwergewichtler Yakup Saglam (20-0-0, KOs 17) tat sich mit dem übergewichtigen, bleichen, erheblich kleineren und definitiv nicht austrainierten Ladislav Kovarik (8-3-0, KOs 3) aus der Tschechischen Republik schwer. Kovarik, der seit der zweiten Runde stark aus der Nase blutete, versuchte sein Glück mit wilden und weit ausgeholten Schwingern. Erstaunlicherweise schlug Saglam auch nur Haken, bereitete seine Aktionen nicht mit der Führhand vor und traf auch nur selten. In der fünften Runde ging Kovarik endgültig die Puste aus. Der Ringrichter brach den Kampf ab, bevor er ernstlich Schaden nahm (TKO 5, 2:28 min). Im sechsten Kampf des Abends, zeigte Wladimir Virchis, dass die einjährige Pause nach seiner Niederlage gegen Juan Carlos Gomez in dem WM-Ausscheidungskampf ihn hat rosten lassen. Eigentlich müsste ein Gegner wie Edgars Kalnars (20-19-0, KOs 11) aus Lettland für einen Schwergewichtler vom Kaliber eines Virchis eine einfache Aufgabe sein, aber dem war nicht so. Virchis versuchte seinem Kampfnamen „The Hunter“ alle Ehre zu machen und stapfte Kalnars nach, um ihn zu erlegen. Dieser wiederum versuchte nur zu überleben. In der dritten Runde nahm sich Kalnars nach einem imaginären Tiefschlag eine Ruhepause, in der er sich wohl überlegte sich zu wehren. Hiernach wurde er immer aktiver, er kam sogar mehrfach mit Schlägen durch, wodurch der Sechsrunder doch munter und unterhaltsam wurde. Die Punktrichter werteten. 59:55, 59:55 und 59:56.
Schnelligkeit, Aggressivität und Härte bei Airich Im achten und letzten Kampf des Abends boxte Konstantin Airich (12-2-1, KOs 10) aus Deutschland gegen Cisse Salif (23-16-2, KOs 21) aus Mali. Mit Salif bekam Airich, der in seinem vorletzten Kampf auch Ondrej Pala nach Punkten unterlegen war, einen schweren Gegner vorgesetzt. Salif ging unter anderen schon mit Tua, Akinwande und Solis über die Runden. Airich glich seinen Reichweitennachteil durch Schnelligkeit, Aggressivität und Härte aus. Zum Ende des Acht-Runden-Schwergewichtskampfes wurde Salif müde und wartete auf seine Chance als KO-Schläger. Dieser Plan ging fast auf. In den letzten Sekunden war Airich auf wackligen Beinen unterwegs im Ring, aber er konnte sich zum Schlussgong retten und einen komfortablen Punktsieg feiern. Die Punktrichter werteten den Kampf: 79:73, 79:75 und 78:74. |





