Die Olympischen Spiele 1956 in Cortina d´Ampezzo
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Die Olympischen Spiele 1956 in Cortina d´Ampezzo (Kurz notiert - Ausführliche Berichte folgen)
Das Olympia-Spektakel 1956 begann mit einem Stolperer und entwickelte sich zu einem Winterfest in den Dolomiten. Als Eisschnellläufer Guido Caroli als letzter Fackelträger auf Schlittschuhen seine Ehrenrunde im Eisstadion absolvierte, übersah ein Mikrofonkabel, geriet ins Straucheln und stürzte. Die Olympische Flamme brannte zur Erleichterung aller Beobachter weiter. Eine weitere Premiere für die Sowjetunion, die bei den Olympischen Spielen 1956 ihre erste Teilnahme an Winterspielen feiern konnte. Wie erfolgreich dieses Debüt sein sollte, zeigt ein Blick auf den Medaillenspiegel von Cortina d´Ampezzo. Rang 1 für das Team der UDSSR, das besonders in den Wettbewerben beim Eisschnelllauf übermächtig erschien. Yevgeny Grishin holte sich zweimal Gold (500 und 1.500 Meter) und Boris Shilkov siegte über die 5.000 Meter.
Jedoch sind die Spiele in den Dolomiten mit einem ganz anderen Namen eng verbunden. 1956 sollten die Winterspiele des Österreichers Toni Sailer werden. Ihm gelang das Kunststück bei den ski Alpinen alle 3 Wettbewerbe zu gewinnen. Sailer, "der schwarze Blitz aus Kitz", ist als dreifacher Olympiasieger (Slalom, Riesenslalom, Abfahrt) DER Mann dieser Spiele. Sailer sollte in den folgenden Jahren Erfolge beim Film feiern und avancierte zum Volkshelden Österreichs. 1999 wurde er dann zu Österreichs Sportler des Jahrhunderts gewählt. Am 24. August 2009 verstarb Sailer in seiner Heimat nahe dem "Wilden Kaiser" in Kitzbühel. Bei den Damen krönte sich die Schweizerin Madeleine Berthod zur Königin der Alpinen. An ihrem 25. Geburtstag holte sie sich Gold in der Abfahrt. Beim Eiskunstlauf war die USA das Maß aller Dinge. Im Damenwettbewerb siegte Tenley Albright vor Landsfrau Carol Heiss und bei den Männern war das Podium ganz in merikanischer Hand. Stars and Stripes holte Gold (Hayes Alan Jenkins), Silber (Ronald Robertson) und Bronze (David Jenkins/jüngerer Bruder des Olympiasiegers). Letztmals fanden bei diesen Spielen die Eiskunstlaufwettbewerbe im Freien statt. Auf Wunsch und Forderung des IOC nahm Deutschland mit einer gesamtdeutschen Mannschaft teil. West und Ost mussten sich für die olympische Sache zusammenraufen. Als gemeinsame Hymne einigte man sich auf den Schlusschor "An die Freude" aus Beethovens Neunter Sinfonie. Ossi Reichert holte im Riesenslalom der Damen die einzige Goldmedaille für das gemischte Ost-/West-Team. Harry Glaß, Skispringer, sicherte sich als Dritter die erste DDR-Medaille bei Olympischen Spielen und geht als erster Medaillengewinner der DDR in die Sportgeschichte ein.
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