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 Zivko Edge 540 V3: Die "Neue" für Matthias Dolderer - Foto: Matthias Dolderer Racing
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Dolderer absolvierte erste Testflüge mit neuem Rennflugzeug
Bereits zwei Tage nach seinem überzeugenden Resultat beim Red Bull Air Race in Windsor (CAN) arbeitet Matthias Dolderer weiter mit Vollgas an den Vorbereitungen für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte. In Oklahoma (USA) absolviert der 39-jährige Allgäuer erste Testflüge in seinem neuen Rennflugzeug, einer Edge 540 V3 vom amerikanischen Hersteller Zivko Aeronautics. Renndebüt der V3 ist kommende Woche (19./20. Juni) beim fünften Stopp der Weltmeisterschaft 2010 in New York City.
OKLAHOMA (USA). „Es ist ein großer Moment, einen brandneuen Flieger direkt nach der Produktion zum ersten Mal in die Luft zu bringen“, freut sich Matthias Dolderer, der erst vor wenigen Tagen Volkswagen als Hauptsponsor an Land gezogen hat. „Die ersten Tests verliefen sehr zufriedenstellend. Inwieweit wir eine Leistungssteigerung erreichen konnten, wird sich erst im Rennkurs herausstellen, aber ich gehe davon aus, dass wir jetzt ganz vorne mitmischen können. Die Aerodynamik ist deutlich besser als bei meiner jetzigen Edge und wir haben weniger Gewicht an Bord. Jetzt sind wir in der Lage den Schwerpunkt des Flugzeuges und damit dessen Charakteristik den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. Zudem haben wir einen neuen Ly-Con Motor mit mehr PS,“ so Dolderer über die V3, für deren Fertigstellung 4000 Arbeitsstunden anfielen.
„Ich habe von einer Rothaarigen zu einer Blonden gewechselt“
Die V3 (Version 3) ist eine Evolution der bereits im Rennalltag bewährten Edge 540, auch wenn das Design zunächst auf eine vollständige Neuentwicklung schließen lässt. „Strukturell entspricht die V3 genau der alten Edge“, erklärt Vize Präsident Eric Zivko. „In Bezug auf die Aerodynamik haben wir jedoch ungefähr 65 Prozent verändert. Die Rumpfverkleidung sowie die Wingtips sind neu, das Fahrwerk ist kürzer und wir haben das Cockpitlayout optimiert. Die V3 ist komplett auf die Bedürfnisse im Red Bull Air Race ausgelegt.“
Auch Dolderers individuelle Anforderungen wurden berücksichtigt. Das neue Flugzeug kann innerhalb weniger Stunden komplett zerlegt und schnell zum nächsten Rennen transportiert werden. Und auch im visuellen Bereich darf man einiges erwarten: die Lackierung ist, anders als bei Dolderers vorherigem Rennflugzeug, schneeweiß. „Ich habe von einer Rothaarigen zu einer Blonden gewechselt“, scherzt Dolderer.
Ihr Renndebüt soll Dolderers Edge 540 V3 am 19./20. Juni beim Rennen in New York City geben. „Das Flugzeug ist fertig“, so Dolderer. „Wir müssen noch kleinere Modifikationen vornehmen und die Maschine feintunen. Hinzu kommt der Einbau der Telemetriesysteme. Bis zum Rennen in New York sind wir aber soweit. Es wird spannend“
 Gruppenbild mit der neuen Zivko Edge 540 V3 und Team MD 21 - Foto: Matthias Dolderer Racing
+++ Halbzeitanalyse der RBAR WM-Saison 2010
Windsor/New York (pps) Ein „Trio der Lüfte“ gab in der ersten Halbzeit der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2010 den Ton an: Weltmeister Paul Bonhomme (Großbritannien), dessen Vorgänger Hannes Arch (Österreich) und Bonhommes Landsmann Nigel Lamb. Gerade einmal vier Punkte trennen die drei Piloten nach vier von insgesamt acht Stationen der WM-Serie.
Bonhomme (41 Punkte), der zuletzt elf Mal in Folge auf das Podium flog, profitiert nach wie vor von seiner Konstanz. Einem Sieg zum Saisonauftakt in Abu Dhabi ließ er zwei dritte Plätze und einen zweiten Rang folgen. Genug, um seinen direkten Verfolger Arch (39) „noch“ auf Distanz zu halten. Der gewann zwar die letzten drei Rennen in Folge, trauert aber immer noch seinem elften Platz und den nur zwei Punkten von Abu Dhabi nach. Auch Lamb (37) überzeugte bisher vor allem mit „britischer Konstanz“, belegte jeweils zwei zweite und vierte Plätze.
Ansteigende Formkurve bei Dolderer
Nach oben zeigt die Formkurve des deutschen Piloten Matthias Dolderer: Zwei siebten Plätzen zu Saisonbeginn und einem zehnten Rang in Perth ließ der 39-jährige Allgäuer im kanadischen Windsor mit Platz fünf das bisher beste Saisonergebnis folgen. Bereits 2009 hatte sich Dolderer in der zweiten Saisonhälfte enorm gesteigert, flog in Barcelona auf Rang drei und damit erstmals auf das Podium.
Im Anschluss an das Rennen in New York wechseln die Piloteten dann den Kontinent in Richtung Europa. Genauer gesagt nach Deutschland Am 7./8. August kommen die „Wolkenkratzer“ an den EuroSpeedway Lausitz, dem einzigen WM-Rennen der Saison „an Land“. Und dem einzigen Rennen überhaupt, bei welchem Race-Airport und Rennstrecke auf einem Areal liegen. Die Zuschauer können die Teams also permanent hautnah verfolgen. Die weiteren Stationen nach der Lausitz sind Budapest (19./20. August) und Lissabon (4./5. September).
Ergebnis der vierten Station der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2010 in Windsor: 1. Hannes Arch (AUT/1:05,96 Minuten/0 Strafsekunden/Final-4), 2. Paul Bonhomme (GBR/1:06,59/0/Final-4), 3. Kirby Chambliss (USA/1:08,99/0/Final-4), 4. Nigel Lamb (GBR/1:13,34/6/Final-4), 5. Matthias Dolderer (GER/1:09,97/2/Super-8), 6. Michael Goulian (USA/1:10,25/Super-8), 7. Nicolas Ivanoff (FRA/1:17,24/6/Super-8), 8. Sergey Rakhmanin (RUS/1:23,58/4/Super-8), 9. Pete McLeod (CAN/1:12,72/2/Top-12), 10. Peter Besenyei (HUN/1:14,60/0/Top-12), 11. Alejandro Maclean (ESP/1:15,16/4/Top-12), 12. Martin Sonka (CZE/1:18,48/3/Top-12), 13. Matt Hall (AUS/Qualifiying/DSQ), 14. Muroya Yoshihide (JPN/Qualifying/DNS).
WM-Stand nach vier von acht Rennen der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2010: 1. Paul Bonhomme (GBR/41), 2. Hannes Arch (AUT/39), 3. Nigel Lamb (GBR/37), 4. Kirby Chambliss (USA/26), 5. Matt Hall (AUS/22), 6. Pete McLeod (CAN/22), 7. Nicolas Ivanoff (FRA/19), 8. Michael Goulian (USA/19), 9. Matthias Dolderer (GER/19), 10. Peter Besenyei (HUN/14), 11. Yoshihide Muroya (JPN/5), 12. Sergey Rakhmanin (RUS/4), 13. Alejandro Maclean (ESP/4), 14. Martin Sonka (CZE/0), 15. Adilson Kindlemann (BRA/0).
Statistik Red Bull Air Race Windsor, Kanada Matthias Dolderer, Startnummer: 21 Super 8: P5, 1:09.97 min., 2-Sekunden Zeitstrafe an Gate 9 Top 12: P3, 1:08.95 min. Qualifying 2: P5, 1:13.13 min. Qualifying 1: P10, 1:21.87 min., 8-Sekunden Zeitstrafe an Gates 7, 9 Training 4: P5, 1:15.13 min., 2-Sekunden Zeitstrafe an Gate 3 („Inkorrekter Horizontalflug“) Stand Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2010: Platz 9, 19 WM-Punkte
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