1992 - Eddie Körpers Schlussreportage


Ein Puck auf der Linie - 1992 das Aus für Draisaitl & Co. - Foto: Kai Bachmann
Ein Puck auf der Linie - 1992 das Aus für Draisaitl & Co. - Foto: Kai Bachmann

Für die Radioanstalten der ARD berichtete Kommentator Eddie Körper 1992 vom olympischen Eishockey-Turnier der Winterspiele in Albertville. In der Schlussphase des Krimis bleibt auch dem erfahrenen Radiomann fast die Stimme weg.

O-Ton Eddie Körper in den entscheidenden Minuten des Penaltyschießens: "Und jetzt geht's wieder von vorne los. Es dürfen keine neuen Spieler her. Und wieder Lindros, Eric schieß nochmal drüber! Da tätst Du uns den größten Gefallen mit - jetzt sind wir parteiisch. Schießt - Tor. Wird ausgerechnet der Mann mit der Nummer 88 alles entscheiden? Kurz angetäuscht, flach an Helmut de Raaf vorbei. Und nun muss Peter Draisaitl wieder hin. Der hat beim ersten Mal auch nicht getroffen. Peter, hau ihn rein! Es ist aus! Der Puck liegt auf der Linie und geht nicht weiter. Burke hat ihn verloren, aber das ist die Entscheidung, indem der Puck auf der Linie liegenbleibt und nicht ins Tor geht. Mein Gott, was für eine dramatische Entscheidung. Peter Draisaitl hat das Elend der Welt auf dem Schläger. Eine bittere Niederlage eines tollen deutschen Teams. Dass die deutsche Mannschaft so verloren hat, ist bitter. Sie hat eine begeisternde Partie geliefert, in der es einen Verlierer und einen Sieger geben musste.“ (Wo waren Sie, als der Puck auf der Linie klebte?)

Für seine Schlussreportage wurde Körper 1992 mit dem Herbert-Zimmermann-Preis ausgezeichnet. Die nach dem Radioreporter des WM-Endspiels von 1954 benannte Auszeichnung geht an besonders emotionale Sport-Übertragungen.


Zahlen und Fakten

Tag:

18. Februar 1992

Ort:

Eispalast Meribel (FRA)

Sportart:

Eishockey

Zuschauer:

5.500

Anlass:

Viertelfinale Olympische Winterspiele

Beginn:

17.00 Uhr (MEZ)

Ende:

20:09 Uhr (MEZ)

Partie:

Kanada - Deutschland

Ergebnis:

3:3 n.V., 3:2 n.P.