 Fink stand 1999 im CL-Finale. - Foto: Autogrammkarte
| | | Nach dem ersten Meistertitel in der Bundesliga 1969 startet Bayern München in der Saison darauf erstmals im Europapokal der Landesmeister. Doch trotz eines 2:0 beim Debüt gegen den französischen Meister AS St. Etienne scheiden die Münchener durch ein 0:3 im Rückspiel doch noch in der Vorrunde aus. Beim zweiten Auftritt in der Saison 1972/73 schafft es der FCB immerhin bis ins Viertelfinale. In Runde eins schalten die Münchener Galatasaray Istanbul (Türkei) aus. Im Achtelfinale gibt es zwei klare Siege gegen Omonia Nikosia aus Zypern. In der folgenden Runde ist dann allerdings Endstation. Gegen den späteren Sieger Ajax Amsterdam (Niederlande) unterliegt München schon im Hinspiel deutlich mit 0:4 und kann den Rückstand im heimischen Olympiastadion nicht mehr wettmachen. Der 2:1-Sieg reicht nicht. 1974: Der internationale Durchbruch mit dem ersten Titel Der Durchbruch für den FC Bayern München kommt in der Saison 1973/74. Über Atvidabergs FF (Schweden), Dynamo Dresden (DDR), ZSKA Sofia (Bulgarien) und Ujpest Budapest (Ungarn) marschiert der Deutsche Meister in der WM-Saison bis ins Finale. Dort wartet mit Atletico Madrid der spanische Meister. Das erste Finale bringt keine Entscheidung. 0:0 steht es am 15. Mai 1974 nach 90 Minuten. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung gehen die Spanier mit 1:0 in Führung (114.). Doch die Bayern schaffen das scheinbar Unmögliche und kommen mit dem Schlusspfiff durch Georg Schwarzenbeck noch zum Ausgleich (120.). In der damaligen Zeit heißt das: Wiederholungsspiel. Zwei Tage später müssen beide Mannschaften noch einmal ran. Am Freitag, den 17. Mai 1974 erwischen die Bayern den wesentlich besseren Tag und holen durch je zwei Tore von Uli Hoeneß und Gerd Müller als erste deutsche Mannschaft den Europapokal der Landesmeister. Aufstellung Bayern München 1974: Sepp Maier - Johny Hansen, Franz Beckenbauer, Georg Schwarzenbeck, Paul Breitner, Rainer Zobel, Franz Roth, Jupp Kapellmann, Conny Torstensson, Gerd Müller, Uli Hoeneß; Tore: 1:0 Uli Hoeneß (28.), 2:0 Gerd Müller (56.), 3:0 Gerd Müller (69.), 4:0 Uli Hoeneß (82.). 1975: Bayern verteidigt Europas Krone Der Anfang der 70er ist die große Ära der Bayern. Nach dem Triumph in der Liga und im Europapokal der Landesmeister 1974 sowie dem WM-Titel für die deutschen Nationalspieler der Münchener, bleiben die Bayern auch 1975 das Maß der Dinge in Europa. Nach einem Freilos in Runde eins geht es für den Titelverteidiger im Achtelfinale gegen DDR-Meister 1. FC Magdeburg. Mit zwei knappen Siegen (2:1 in München, 3:2 in Magdeburg) behält der Vertreter aus dem Westen des zweigeteilten Deutschlands die Oberhand. Auch der russische Vertreter Ararat Eriwan und das damals starke AS St. Etienne aus Frankreich können den FC Bayern auf dem Weg ins zweite Finale in Folge nicht stoppen. Im Endspiel wartet 28. Mai 1975 der englische Meister Leeds United. Lange Zeit bleibt die Partie spannend, doch in der 71. Minute bricht Franz Roth den Bann und erzielt das 1:0 für die Münchener. Als die Engländer in der Schlussphase offensiver werden müssen, schlägt der "Bomber" Gerd Müller zu und macht sieben Minuten vor Schluss das vorentscheidende 2:0. Bayern holt zum zweiten Mal den Europapokal der Landesmeister. Aufstellung Bayern München 1975: Sepp Maier - Björn Andersson (4. Günther Weiß), Franz Beckenbauer, Georg Schwarzenbeck, Bernd Dürnberger, Rainer Zobel, Franz Roth, Jupp Kapellmann, Conny Torstensson, Gerd Müller, Uli Hoeneß (42. Klaus Wunder); Tore: 1:0 Franz Roth (71.), 2:0 Gerd Müller (83.) 1976: Titel-Hatrick für Bayern München |  Das Trauma: Bayern gibt 1999 den Sieg noch aus der Hand. - Foto: imago
| | Die Hoch-Zeit der Bayern geht 1976 weiter. Jeunesse Esch (Luxemburg), Malmö FF (Schweden), Benfica Lissabon (Portugal) und selbst Rekordsieger Real Madrid (Spanien) können die Münchener auf dem Weg zur dritten Final-Teilnahme in Folge nicht aufhalten. Im Endspiel am 12. Mai 1976 trifft der FC Bayern mal wieder auf den französischen Spitzenklub AS St. Etienne. Der gegenüber den Vorjahren nur auf wenigen Positionen veränderten Münchener Mannschaft um Libero Franz Beckenbauer gelingt es auch im dritten Endspiel in Folge ohne Gegentor zu bleiben. Der entscheidende Treffer gelingt schließlich Franz "Bulle" Roth in der 57. Minute. Die Franzosen finden keine Antwort. Bayern München freut sich über den dritten Titel im Europapokal der Landesmeister in Folge. Gemeinsam mit Ajax Amsterdam (1971-73) legt der FCB mit drei Erfolgen in Serie die zweitbeste Serie im Europapokal der Landesmeister bzw. der Champions League hin. Nur Real Madrid ist mit fünf Triumphen in Folge (1956-1960) noch erfolgreicher. Aufstellung Bayern München 1976: Sepp Maier - Johnny Hansen, Franz Beckenbauer, Georg Schwarzenbeck, Udo Horsmann, Jupp Kapellmann, Franz Roth, Bernd Dürnberger, Karl-Heinz Rummenigge, Gerd Müller, Uli Hoeneß; Tor: 1:0 Franz Roth (57.) 2001: Durststrecke endet nach 25 Jahren Lange Rennen die Bayern den Erfolgen aus den goldenen 70er Jahren hinterher. 1982 schnuppern die Münchener noch einmal am Titel, doch gegen Aston Villa gibt es im Finale des Europapokals der Landesmeister ein 0:1. Auch im Wiener Praterstadion 1987 beim 1:2 gegen den FC Porto, für den Rabah Madjer mit seinem legendären Tor per Hacke ausgleicht, und im Champions-League-Finale 1999 in Barcelona gegen Manchester United (1:2) ziehen die Bayern den Kürzeren. Erst 2001, 25 Jahre nach dem letzten Triumph, kehrt der Glanz des wichtigsten Eurpapokals zu den Münchenern zurück. In der Vorrunde lässt Bayern München Paris St. Germain (Frankreich), Rosenborg Trondheim (Norwegen) und Helsingborg IF (Schweden) hinter sich. Auch die Zwischenrunde schließt der deutsche Rekordmeister deutlich mit fünf Punkten Vorsprung vor Arsenal London (England) und Olympique Lyon (Frankreich) sowie Spartak Moskau (Russland) als Erster ab. Im Viertelfinale gelingt mit zwei Siegen (1:0 auswärts, 2:1 zuhause) die Revanche gegen Manchester United für den "Sekundentod" 1999. Auch Reald Madrid kann die Münchener nicht stoppen. 1:0 und 2:1 gewinnt der FCB ebenfalls gegen die "Königlichen" und erreicht zum siebten Mal das Endspiel des wichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs. Dort wartet am 23. Mai 2001 im Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand (Italien) der spanische Vertreter FC Valencia. Beide Teams neutralisieren sich über weite Strecken, so dass Standardsituationen das Geschehen bestimmen. Gaizka Mendieta bringt die Spanier durch einen Handelfmeter früh in Führung (3. Minute). Vier Minuten nach dem Rückstand bekommt Mehmet Scholl per Foulelfmeter die Chance zum Ausgleich, scheitert aber an Keeper Santiago Canizares. Valencia igelt sich ein. Doch in der 50. Minute bekommt Bayern ebenfalls einen Handelfmeter zugesprochen, den Stefan Effenberg zum 1:1-Ausgleich verwandelt. Reguläre Spielzeit und Verlängerung bringen keine Entscheidung, so dass das Elfmeterschießen herhalten muss. Dort wird Torhüter Oliver Kahn zum Helden, hält alleine drei Elfmeter der Spanier. So gewinnt München am Ende mit 5:4 im Elfmeterschießen und darf mit seinem ersten Champions-League-Sieg den vierten Triumph in Europas Königs-Wettbewerb feiern. Aufstellung Bayern München 2001: Oliver Kahn - Samuel Osei Kuffour, Patrik Andersson, Thomas Linke, Willy Sagnol (46. Carsten Jancker), Stefan Effenberg, Owen Hargreaves, Bixente Lizarazu, Hasan Salihamidzic, Mehmet Scholl (108. Paulo Sergio), Giovane Elber (100. Alexander Zickler); Tore: 0:1 Gaizka Mendieta (3., Handelfmeter), 1:1 Stefan Effenberg (50., Handelfmeter); Bayern gewinnt 5:4 im Elfmeterschießen. (db) Erfahren Sie mehr zu Bayern München in der Champions League! 1999 - Sporthelden.de-Interview: Thorsten Fink zum Albtraum gegen ManU 1999 - Video: Manchester United entreißt Bayern den Titel (Youtube - englisch) Alle Sieger der Champions League / des Europapokals der Landesmeister |